Ratgeber Spülmaschine
Glücklich ist, wer eine Spülmaschine hat. Sie übernimmt den Abwasch und gleichzeitig das lästige Abtrocknen. Sehr praktisch – zum Beispiel wenn man Gäste hat. Geschirrberge lassen sich so mühelos bewältigen, und es bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben. Damit Geschirr, Besteck und Töpfe strahlend sauber werden und lange leben, sollte man die wichtigsten Tipps und Tricks rund ums Maschinespülen kennen.
Wie funktioniert die Spülmaschine?
Bevor Sie Ihre Spülmaschine in Gang setzen, sollten Sie zunächst prüfen, ob Sie alle Teile optimal eingeräumt haben. Tipps dazu finden Sie unter „Was gehört wohin?". Füllen Sie dann den Reiniger in die entsprechende Dosierkammer. Verwenden Sie einen konventionellen Reiniger, dann sollten auch die Vorratsbehälter für Regeneriersalz und Klarspüler ausreichend gefüllt sein. Jetzt müssen Sie nur noch das passende Spülprogramm wählen.
Spülprogramme
Welches Spülprogramm eignet sich für welches Geschirr? Über die angemessene Gradzahl informiert Sie in den meisten Fällen die Gebrauchsanweisung Ihrer Spülmaschine.
Ein Spülmaschinenprogramm läuft in verschiedenen Stufen ab: Es beginnt mit dem Vorspülprogramm, das mit kaltem oder warmem Wasser grobe Schmutzreste entfernt. Im Reinigungsgang wird das Wasser auf 35 bis 70° C erwärmt und automatisch Reiniger dosiert. Im nachfolgenden Zwischenspülgang entfernt die Maschine Reinigerreste vom Spülgut. Nach dem Trocknungsgang ist das Geschirr fertig gespült und kann ausgeräumt werden.
Ausräumen
Nach Programm-Ende sollten Sie die Maschine für ein bis zwei Minuten einen Spalt breit öffnen, bevor Sie das Geschirr ausräumen. So kann der Dampf entweichen. Damit keine Wasserreste aus Gläsern und Tassen im oberen Korb auf das Geschirr im unteren Geschirrkorb tropfen können: Maschine immer von unten nach oben ausräumen!
Pflege der Maschine
Übrigens: Mit Somat 7 entfällt die Zugabe von Regeneriersalz.
Was darf in die Spülmaschine?
- Lackiertes Holz gehört nicht in die Spülmaschine, denn die Lackierung platzt ab. Unlackiertes Holz bleicht schnell aus und wird spröde.
- Edle Gegenstände aus Aluminium, Kupfer, Messing, Bronze oder Zinn laufen an und können durch die Reinigungsmittel angegriffen werden.
- Bei Vasen oder Pokalen, die versilbert oder mit Klarlack überzogen sind, platzt die Lackierung ab.
- Porzellan mit Glasur ist nicht abriebfest und bekommt Risse
- Massivsilberbesteck läuft in der Maschine an. Oder es bilden sich schwarze Beläge auf dem Besteck.
- Tongut wie zum Beispiel Töpfergeschirr, Terrakotta oder auch Steingut wird in der Maschine matt und bekommt Kratzer.
- Wertvolle Gläser (zum Beispiel aus Kristall) können durch Maschinenspülen trübe werden.
Vor dem Einräumen entfernt man alle groben, leicht anhaftenden Speisereste mit einer Gabel oder einem Papiertuch, um ein Verstopfen der Siebe zu vermeiden. Ein Vorspülen unter fliessendem Wasser ist üblicherweise weder notwendig noch ökologisch sinnvoll, außer bei feinen Rückständen wie zum Beispiel Spinat- oder gehackten Kräuterresten, da sich diese durch die Umwälzpumpe auf anderen Geschirrteilen ablagern können. Das Geschirr muss fest in den Geschirrkörben der Spülmaschine stehen und darf nicht gegeneinander scheuern, da sich die Teile gegenseitig beschädigen können. Insbesondere die Gläser müssen einen festen Stand haben und sollten sich möglichst nicht berühren.
Grosse und kleine Teller sollten abwechselnd, tiefe vor flache gestellt werden. Die Körbe darf man nicht überladen und man muss darauf achten, dass die Sprüharme frei rotieren. Das Sprühwasser muss alle Geschirrteile erreichen. Grosse Teile gehören in den unteren Geschirrkorb, kleine, auch leicht zerbrechliche Teile wie Gläser und Tassen nach oben. Mit einer Ausnahme: Kunststoffteile sind bei Spülmaschinen ohne Durchlauferhitzer besser im oberen Geschirrkorb aufgehoben.
Was gehört wohin?
Besteck
- Besteck sortieren Sie am besten mit den Griffen nach unten in die Besteckkörbe ein. Den Korb nicht überladen, da das Spülwasser sonst nicht alle Teile erreicht und das Besteck so nicht richtig sauber wird.
- Achtung Lochfrass! Falls Sie Edelstahlbesteck nicht innerhalb eines Tages in der Maschine spülen, sollte Sie es vorher per Hand vorspülen. Denn Salz aus Speiseresten kann auf Edelstahl zu Lochfrass führen.
- Die verschiedenen Teile dürfen nicht dicht aneinander liegen oder sich gar berühren. Räumen Sie deshalb grosse und kleine Teller abwechselnd in den unteren Spülkorb ein.
- Damit nichts beschädigt wird, sollten Sie immer darauf achten, dass das Geschirr sicher steht.
- Stapeln Sie die Geschirrteile nicht übereinander, sonst werden sie nicht richtig sauber.
- Plastikgeschirr nur in den oberen Spülkorb einräumen. Denn die Hitze in der unteren Ebene kann dazu führen, dass sich das Plastik verformt.
- Stellen Sie hohe, schlanke Gefässe wie zum Beispiel Sektflöten nicht in die Ecken des Spülkorbs. Stehen sie am Rand, erreicht der Sprühstrahl den Boden der Gefässe nicht.
- Stark angebrannte Töpfe sollten Sie nicht in die Maschine stellen. Abgelöste Brandreste könnten das Restesieb verstopfen – und die ganze Spülmaschinenladung bleibt schmutzig.
- Ordnen Sie Schüsseln, Töpfe oder Bleche besser nie waagerecht ein! Sie werden sonst nicht optimal gereinigt.
Fehler beim Maschinenspülen
Speiserückstände:
Allgemein schlechtes SpülergebnisNach dem Benutzen sollte das Geschirr, von groben Speiseresten befreit, direkt in die Maschine geräumt werden. Achten Sie auf korrekte Einordnung des Spülgutes. Die Sprüharme müssen frei beweglich sein, und die Düsen dürfen nicht verstopft sein. Beachten Sie hierzu unsere Einräum-Tipps.
Rückstände
Hohe, schlanke Gläser nicht in die Spülkorbecken stellen, die Spülflotte muss alle Teile ungehindert erreichen. Wurden Speisereste nicht weggespült, so lagen sie oft im sogenannten Sprühschatten, das heisst anderes Spülgut hat diese Teile verdeckt. Achten Sie auf das richtige Einordnen des Geschirrs. Wenn Speisereste während des Spülganges nicht entfernt werden, sondern von einem Spülgut zum anderen wechseln, prüfen Sie die Filter oder Siebe und reinigen Sie diese gegebenenfalls.
Matte Beläge auf Tellern
Hierbei kann es sich um Stärkebeläge von Kartoffeln, Nudeln und von gebundenen Sossen oder um Rückstände von denaturiertem Eiweiss handeln. Beläge dieser Art lassen sich am besten in einem 65° C-Programm mit Somat Tabs entfernen.
Teeflecken
Schwarzer Tee, der mit hartem Wasser angebrüht wird, bildet beim Stehen eine Teehaut, die auf der Tasseninnenfläche zurückbleiben kann. Diesen sogenannten Teestein entfernt man in einem 65° C-Programm, da dann das Bleichsystem seine optimale Wirkung entfalten kann.
Spinat-/Kräuterrückstände
Wenn auf dem Geschirr Reste dieser Art zurückbleiben, findet man diese nach dem Spülen oft auch auf anderen Geschirrteilen. Dies wird durch das umgepumpte Spülwasser verursacht, das die abgelösten Reste in der gesamten Spülmaschine verteilt. Spinat und ähnliche Speisen haben die Eigenschaft, gut auf glatten Oberflächen zu haften. In solchen Fällen hilft ausnahmsweise Vorspülen von Hand.
Fettrückstände
Fettige Rückstände bauen sich im Sieb und in der Spülmaschine dann auf, wenn stark fettbelastete Geschirrteile häufig mit Spülprogrammen unter 50 °C, gegebenenfalls auch ohne Vorspülprogramm gespült werden. Abhilfe schafft das Spülen mit einem 65/70° C- oder Topfprogramm und einer erhöhten Reinigermenge. Alternativ kann die Spülmaschine mit dem Maschinenpfleger gereinigt werden. Zukünftig Programm und Reinigerdosierung der jeweiligen Schmutzbelastung anpassen. In Extremfällen können derartige Fettrückstände die Niveauregulierung für den Wasserstand verstopfen, was eine kostenintensive Reparatur der Spülmaschine erfordert.
Mangelhafter Glanz
Streifen, Wassertropfen, Kalkflecken treten besonders oft dann auf Gläsern und Besteck auf, wenn kein Spülglanz im Vorratsdosiergerät vorhanden ist, wenn die Spülglanzdosierung zu niedrig eingestellt oder kein Regeneriersalz mehr im Salzvorratsgefäss ist. Dann entweder Spülglanz nachfüllen, die Spülglanzdosierung höher einstellen und/oder Regeneriersalz nachfüllen.
Beim Verwenden von Somat 7 entfällt dieser Arbeitsgang (bis einschliesslich Wasserhärtebereich 35fH).
Wird ein Reiniger ohne Kalkbindung (kein Somat 7) benutzt:
Salzrückstände
Diese weissen Beläge auf dem Spülgut sind abwischbar und schmecken salzig; sie kommen aus dem Vorratsbehälter für Regeneriersalz. Entweder: Der Deckel des Salzvorratsbehälters ist nicht fest verschlossen, so dass Salzlake in den Spülmaschinenraum austreten kann. In diesem Fall den Deckel fest verschliessen.
Oder: Der Deckel hat einen feinen Riss, aus dem Salzlake in den Spülmaschinenraum austreten kann. Tauschen Sie den Deckel aus.
Oder: Beim Nachfüllen gelangte zuviel Salz in den Maschineninnenraum. Man spült in diesem Fall ein Kurzprogramm extra, oder, wenn vor einem fälligen Spülgang aufgefüllt wurde, wählt man einen Spülgang mit einem Vorspülprogramm.
Kalkbeläge
Das Wasser ist nicht genügend enthärtet. Kontrollieren Sie den Salzstand und füllen Sie regelmässig Spezial-Salz nach.
Sofortige Abhilfe: Bei leerer Maschine ein Spülprogramm mit einem Maschinenpfleger laufen lassen. Er entfernt die Kalkbeläge. Ist eine Maschinenfüllung nach dem Spülen vollkommen mit weissen Belägen überzogen, so kann das Spülgut zum Entfernen der Kalkbeläge durch den Maschinenpfleger in der Maschine verbleiben.
Ausnahme: Säureempfindliche Materialien wie Emaille und Marmor müssen vorher herausgenommen werden.
Irisierende Beläge auf Edelstahl
Beispiel: Edelstahltöpfe schillern in Regenbogenfarben. Eine dünne Schicht aus Speiserückständen (beispielsweise Gemüse, Obstsäfte), bricht das einfallende Licht. Diese Farbphänomene sind auch ab und zu im Innenraum oder auf der Innenseite der Spülmaschinentür zu beobachten. Sie haben den gleichen Ursprung wie das Schillern der Edelstahltöpfe. Abhilfe: Schillernde Edelstahltöpfe mit Maschinenpfleger spülen. Eine weitere Ursache kann die Materialqualität des Spülmaschineninnenraumes oder des Edelstahltopfes sein. Unter bestimmten Bedingungen können Legierungsbestandteile wie Titan zu Anlauffarben führen. Auch hier kann Spülen mit dem Maschinenpfleger Abhilfe schaffen.
Geruchsbildung
Die Maschine ist falsch angeschlossen. Überprüfen Sie, ob der Abwasserschlauch vor dem als Geruchsverschluss dienenden Syphon (gemäss Montageanleitung) angeschlossen ist. Zudem sollte der Ablaufschlauch der Maschine nicht geknickt und ordnungsgemäss, entsprechend der Installationsanleitung des Herstellers verlegt sein.
Oder: Rückstände im Bereich der Türdichtung, des Filters und so weiter. Dichtungen mit einem Maschinenpfleger reinigen. Die Filter säubern und ein 65° C-Programm mit Maschinenpfleger laufen lassen.