Nachhaltigkeit bei Henkel – erläutert am Beispiel der Marke Persil

Wichtig ist uns, entlang der gesamten Wertschöpfungskette verantwortlich zu handeln. Hierbei gilt: Es ist entscheidend, wie sich ein Unternehmen bei der Erzielung von Gewinnen verhält und ob hier verantwortliches Handeln deutlich wird.

Diese Grundeinstellung ist für Henkel nichts Neues, sondern bereits seit der Firmengründung 1876 „in unseren Genen verankert“. Denn bereits Fritz Henkel hatte die Vision, mit seinen Waschmitteln das sehr mühselige  Wäschewaschen zu erleichtern. Die „Revolution des Waschtags“ gelang ihm und seinen Söhnen Fritz Henkel jun. und Dr. Hugo Henkel 1907 mit Persil – dem weltweit ersten selbsttätigen Waschmittel. Es wäscht und bleicht ohne Chlor. Persil erspart das bis dahin körperlich anstrengende und das Textilgewebe angreifende Reiben von Hand; und Persil verbessert die Hygiene im Haushalt – unmittelbar erlebbare Beiträge von Henkel zum gesellschaftlichen Fortschritt.


Innovationen und Verantwortung

Was gestern ein Fortschritt und neu war, ist heute schon Alltag. Eine tolle Erfindung genügt nicht; gefragt sind permanent Ideen für immer weiter verbesserte und ganz neue Produkte. Ein Beispiel für unsere Innovationskraft ist unsere Top-Waschmittelmarke Persil, deren 100. Geburtstag wir 2007 in mehr als 70 Ländern unter dem Motto gefeiert haben: Rein in die Zukunft! Entscheidend für den Markterfolg von Persil und all unserer Produkte ist ihre Leistung. Die gilt es stetig zu steigern. Und zwar durch Innovationen. Sie bilden auch die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung. Denn wir sind überzeugt: Ökonomische, ökologische und soziale Ziele müssen im Einklang stehen. Dies ist für uns keine neue Erkenntnis. Bereits 1972 mahnte unser damaliger Firmenchef Dr. Konrad Henkel auf der Hannover Messe: „Unternehmen, die nur in Gewinnen denken, werden bald eine Menge zu verlieren haben.“ Dieses Leitbild eines naturgemäß gewinnorientierten Unternehmers, der zugleich die ökologische und gesellschaftliche Dimension seines Handelns beachtet sowie intern seine soziale Verpflichtung als Arbeitgeber erfüllt, haben die Mitglieder der Familie Henkel als Mehrheitsaktionär auf das Top-Management und das gesamte Unternehmen übertragen. Wir betrachten diese Tradition als besonderes Kennzeichen und als Wettbewerbsvorteil von Henkel. Unsere grundlegende Orientierung auf nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften wird an vielen Beispielen deutlich.

Wasser

Wasser ist das Gold des 21. Jahrhunderts.“ Dieser Satz erklärt das inzwischen weltweit hohe Interesse an den Wasserreserven und deren Bewahrung. Für Henkel ist dieses Thema bereits seit langem von zentraler Bedeutung. Bereits 1958 – also vor 50 Jahren – begannen wir mit der systematischen Untersuchung des Wassers im Rhein und seiner Nebenflüsse auf waschaktive Substanzen. Und 1959 führen wir regelmäßige ökologische Gütekontrollen für alle unsere Wasch- und Reinigungsmittel ein. Auch mit der Markteinführung von Persil Phosphatfrei 1986 beweisen wir innovativen Pioniergeist. Unsere Forscher hatten bereits in den 1960er Jahren erkannt, dass Phosphat in Waschmitteln war das Wasser weich macht, aber auch zur Überdüngung von Oberflächengewässern und damit zu verstärktem Algenwachstum beiträgt, das bis zum „Umkippen“ eines Gewässers gehen kann. Darauf starten sie ein Forschungsprogramm, an dessen Ende die Entwicklung des Phosphatersatzstoffs Zeolith (Markenname: Sasil) steht: ein Meilenstein in der Waschmittelgeschichte. Mittlerweile haben wir 50 Jahre Kompetenz im Bereich Wasser und Gewässerschutz aufgebaut. Die daraus gewonnen Erkenntnisse haben wir genutzt, um leistungsstarke und umweltverträglichere Waschmittel-Rezepturen zu entwickeln. Und heute lässt sich an diesen Daten auch ablesen, welchen Beitrag diese Henkel-Innovationen zur Reinhaltung unserer Gewässer geleistet haben. Unsere Daten nutzen wir auch international: Damit können Computerprogramme die Gewässerbelastung in Europa simulieren.

 

Energie und Klima

Jeder, der heute eine Zeitung aufschlägt oder die Nachrichten im Fernsehen verfolgt, weiß um die Problematik der Energieversorgung in unserer Zukunft. Damit eng verbunden sind der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und die Gefahren des Klimawandels. Für Henkel ist diese Thematik immer schon relevant – nicht zuletzt auch unter den Stichworten Produktionskosten und Stromrechnung unserer Kunden und Verbraucher. Die Grundlage für unseren Beitrag zur Verringerung des Energieverbrauchs beim Waschen bildet unsere seit den 1970er Jahren geleistete Pionierarbeit im Bereich der Enzymforschung. Ohne den Einsatz von Hochleistungsenzymen wäre die hohe Leistung eines modernen Waschmittels bei niedrigen Temperaturen undenkbar. Wurde die Wäsche damals noch bei 90 Grad Celsius gekocht, schafft Persil heute bei 20 Grad Celsius dieselbe hochwertige Leistung und entfernt Flecken besser denn je. Der Einsatz von Enzymen liefert so einen wesentlichen Beitrag zum Energiesparen: Denn niedrigere Waschtemperaturen führen zu einer Senkung des Energiebedarfs im Haushalt. So konnte der Stromverbrauch pro Waschladung seit 1970 halbiert werden. Und damit die Kohlendioxid-Emissionen allein in Deutschland um 1,5 Millionen Tonnen reduziert werden.

Rohstoffe und Verpackungen

Die Bedürfnisse einer ständig wachsenden Weltbevölkerung sowie stark gestiegene Weltmarktpreise für Rohstoffe haben die Aufmerksamkeit auf die zukünftige Verfügbarkeit von Rohstoffen gelenkt. Der verantwortliche Umgang mit Ressourcen war bei uns von Anfang an gelebte Praxis. Dies schließt den Umgang mit Abfällen ein. Hier galt schon immer die Devise: vermeiden, vermindern, wiederverwerten. In unseren Produkten haben wir seit jeher Inhaltstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe eingesetzt. Als zum Beispiel Anfang der 1920er Jahre ein Lieferengpass von Klebstoffen drohte, die wir zum Verschließen unserer Persil-Packungen zwingend benötigten, haben Henkel-Forscher kurzfristig eigene, stärkebasierte Klebstoffe entwickelt und 1922 intern eingesetzt sowie seit 1923 auch extern vermarktet. Aus dieser Notsituation vor 85 Jahren wurden wir zum weltweit größten Klebstoff-Unternehmen. Dieser Fortschritt basiert auf den Arbeiten unserer Forscher, die immer wieder innovative Rohstoffe und noch leistungsfähigere Rezepturen für unsere Produkte entwickeln. Das Einsparen von Rohstoffen wird auch beim Blick auf die Waschmittelmengen pro Waschgang deutlich: Betrug die Standarddosierung für einen Waschgang bei den klassischen Pulverwaschmitteln in den 1970er Jahren noch 280 Gramm, so ist es heute mit 67,5 Gramm bei Persil Megaperls nur noch ein Viertel der damaligen Menge.

Mitarbeiter, Nachbarn und Kunden

Die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Nachbarn an unseren Standorten sowie unserer Kunden und Verbraucher ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Qualitätsversprechens. 1927 stellten wir als erstes Unternehmen der chemischen Industrie in Deutschland einen Sicherheitsingenieur ein, um die planmäßige Unfallverhütung voranzutreiben und die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Die Sicherheit am Arbeitsplatz haben wir seitdem stetig verbessert. Die Zahl der Arbeitsunfälle ist heute auf nur noch 1,7 Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden gesunken.

Heute für morgen

Der Rückblick auf unsere Herkunft weist den Weg in unsere Zukunft. Für Henkel sind Qualität und Verantwortung untrennbar miteinander verknüpft. So macht etwa der Einsatz unserer Klebstoffe moderne Autos leichter und reduziert damit den Treibstoffverbrauch und den Ausstoß von Kohlendioxid. Unsere modernen Wasch- und Reinigungsmittel wirken bereits bei niedrigen Temperaturen und senken so den Energieverbrauch im Haushalt. Das sind nur einige Beispiele von vielen für intelligentere Lösungen von Henkel. Voraussetzung ist jedoch, dass sich auch jeder Einzelne verantwortlich verhält und mit seiner Kaufentscheidung die nachhaltigeren Lösungen wählt. Unsere Kunden und Verbraucher können darauf vertrauen: Unsere Produkte bieten eine erstklassige Leistung; sie sind umfassend auf ihre Sicherheit geprüft und umweltverträglich. Sie sind wasser- und energiesparend und unter guten Arbeitsbedingungen von qualifizierten Mitarbeitern hergestellt.

Wir als Unternehmen und alle unsere Mitarbeiter weltweit verstehen nicht nur die Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung. Wir handeln danach und übernehmen somit unsere Verantwortung. Nachhaltigkeit ist und bleibt in unserem Selbstverständnis verankert – heute für morgen.